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Im Rahmen der Fortbildung 2025 wurde in Leopoldshöhe das erste Mal ein generationenverbindendes Mittagessen mit fast 50 Teilnehmenden durchgeführt.
Die Herausforderung und das Problem: Darum setzen wir ein generationenverbindendes Projekt um!
Es gibt in unserer Gemeinde mehrere soziale Angebote, in denen Menschen sich in Gruppen treffen. Die Gruppen untereinander kommen dabei allerdings leider weniger in Kontakt, da sich durch die jeweils eingeladene Gruppe eine bestimmte Zielgruppe angesprochen fühlt. Ein generationenverbindender Austausch sollte erreicht werden. Gerne auch mit unterschiedlichen Herkunftsländern der Teilnehmenden.
Unsere Idee und unser Lösungsansatz: So bringen wir die Generationen zusammen!
Durch ein gemeinsames Mittagessen, zu dem die gruppenunabhängige Verwaltung einlud, sollte ein niedrigschwelliges Begegnungsangebot geschaffen werden. Das Mittagessen fand am 15. Juli 2025 statt.
Mittagessen ist ein Thema, das alle Menschen verbinden kann. Deswegen wurde Werbung durch verschiedene örtliche Multiplikator*innen in unterschiedliche Generationsgruppen gegeben. Außerdem wurden Seniorengruppen und Kitas eingebunden, zusätzlich aber auch durch den allgemeinen Presseverteiler die gesamte Bürgerschaft eingeladen.
An dem Tag des Mittagessens selber haben wir durch Puzzles die Sitzordnung gelost, sodass gemischte Gruppentische entstanden sind. Durch einen vorgegebenen Gesprächseinstieg wurden die Tischgespräche zunächst angeleitet, diese wurden im Anschluss frei weiter geführt.
Unsere Wirkung: Das hat sich durch unser generationenverbindendes Projekt verändert!
Zu unserem ersten Mittagessen sind viele verschiedene Menschen zusammengekommen und kamen ins Gespräch. Manche kannten sich bereits gut, manche kannten sich von früher, manche kannte sich vorher überhaupt nicht. Durch die Auslosung der Sitzordnung waren viele Konstellationen möglich, die es sonst vielleicht nicht gegeben hätte. Niemand musste sich ausgeschlossen fühlen. Eine Dame mit Gehbehinderung und Rollator wurde mit dem Taxi zum Mittagessen gefahren. Das Taxi für den Rückweg konnte sie wieder abbestellen. Ihr Sitznachbar, den sie an diesem Mittag kennengelernt hatte, bot spontan an, sie nach Hause zu fahren.
Unser erstes Mittagessen werten wir als Erfolg. Es sind verschiedene Gruppen und Menschen in den Austausch gekommen, die dies ansonsten vermutlich nicht getan hätten. Alle waren zufrieden und haben in netter Atmosphäre ein paar schöne Stunden in Gemeinschaft erlebt.
Unsere nächsten Schritte und Ziele: Das planen wir gerade!
Es gab sehr viele Anmeldungen (48) und das Feedback war sehr gut, sodass wir eine Wiederholung planen. Da das gemeinsame Mittagessen so gut angenommen wurde, möchten wir zunächst keine neuen Projekte umsetzen, sondern das Mittagessen wiederholen. Wir überlegen, ob und wie daraus ein regelmäßiges Angebot entstehen kann, vielleicht mit wechselnden Standorten oder Kooperationspartner*innen.
Um das generationenverbindende Projekt langfristig erfolgreich umzusetzen, wird Unterstützung bei der Weiterentwicklung der Materialien sowie ein Austausch über gute Praxisbeispiele als sinnvoll erachtet. Besonders hilfreich wäre ein fachlicher Dialog mit anderen Organisationen zu Methoden der Aktivierung in generationenübergreifenden Kontexten, zur Ansprache von Privatpersonen und zur nachhaltigen Verankerung solcher Angebote in kommunalen Strukturen.

‚Das war so schön! Bitte wieder!‘