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Alt und Jung kommen über ein Sommerferien-Programm für Schüler*innen beim gemeinsamen Basteln und Backen ins Gespräch und tauschen sich über Nachhaltigkeit und fairen Handel aus.
Die Herausforderung und das Problem: Darum setzen wir ein generationenverbindendes Projekt um!
Im globalen Handel profitieren Produzent*innen im Globalen Süden häufig nicht angemessen von ihrer Arbeit, da sie unter unfairen Preisen und schlechten Arbeitsbedingungen leiden. Wie können durch Aufklärung über fairen Handel gerechtere Handelsstrukturen und menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen gefördert werden? Wir leben in einer gemeinsamen Welt, sind miteinander verbunden und wenn wir das hier vor Ort erleben, dann können wir das auf die ganze Welt übertragen. Das wollten wir jungen und älteren Menschen durch eigenes Tun und Wirken verdeutlichen.
Unsere Idee und unser Lösungsansatz: So bringen wir die Generationen zusammen!
In unserem Projekt wollten wir in einzelnen Bausteinen (Schokolade herstellen, Milchtüten und Stoffe und Saatkugeln basteln) für die Generationen Kreisläufe sichtbar und erlebbar machen sowie durchs eigene Tun verdeutlichen, was man mit kleinen Aktionen für Fairtrade, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit für die eine, gemeinsame Welt tun kann.
Wir haben uns mit unserem Generationenprojekt eingegliedert in das jährlich stattfindende Sommerferien-Programm „NeuLüttsum“ für Kinder von 8 bis 12 Jahren und haben eine Woche lang ein spezielles Mehrgenerationenprogramm angeboten. Insgesamt konnten bei NeuLüttsum 40 Kinder teilnehmen, davon haben wir in unserem Angebot bis zu 7 Kinder und 5 Erwachsene zusammengeführt. Eingeladen haben wir über Plakate, Zeitungsartikel und Social Media Posts. Wir haben zum Thema Schokolade den Unterschied zwischen Fairtrade-Schokolade und konventioneller Schokolade anhand der Lieferkette verdeutlicht, haben Schokolade selber hergestellt und gegessen.
Unsere Wirkung: Das hat sich durch unser generationenverbindendes Projekt verändert!
Gefreut hat uns das Aha-Erlebnis bei dem Vergleich der Lieferkette zwischen konventioneller und Fairtrade-Schokolade. Dass die Produzenten bei konventioneller Herstellung bei der größten Arbeit nur einen Bruchteil des Verdienstes bekommen (verdeutlicht durch Teppichstückchen), das wurde laut als ungerecht bezeichnet. Dass jede Person durch ein kleines Siegel etwas daran ändern kann, darüber wurde nachgedacht. Aus Milchkartons Portemonnaies zu basteln kam gut an und im Gespräch kam es zu weiteren Überlegungen zu nachhaltigem Handeln. Im Laufe der Tage wurde es immer selbstverständlicher, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich gegenseitig zuzuhören und beim Basteln ins Gespräch zu kommen. Das war schön zu beobachten.
Unsere nächsten Schritte und Ziele: Das planen wir gerade!
Um dieses Miteinander weiter zu ermöglichen, soll mit NeuLüttsum nicht alles zu Ende sein, sondern weitere Aktionen sollen folgen. Wir bereiten aktuell den Tag der Nachbarschaft am Freitag, den 29.05.2026, vor und möchten den gemeinsamen Austausch fortführen.

„Denk nach, mach mit: Das, was ich hier mache, hat Auswirkungen woanders auf der Welt!“ – Leitsatz des Projekts